Das schöne Abendlied “Der Mond ist aufgegangen” ist die Vertonung eines Gedichtes von Matthias Claudius. Der Text entstand in den 1770er Jahren. Der genaue Zeitpunkt der Entstehung ist noch unklar. Die Vertonung des Gedichtes “Der Mond ist aufgegangen” stammt vom Lüneburger Musiker und Komponisten Johann Abraham Peter Schulz. Ähnlich wie bei “Freude schöner Götterfunken” stand also erst der Text der dann von einem Komponisten vertont wurde.

Schulz hat es sich in seinem Werk “Lieder im Volkston” selbst zur Aufgabe gemacht, die Stücke einfach und leicht erfassbar zu machen, damit jeder diese Lieder singen kann der nicht ganz und gar von jeglichem musikalischen Talent befreit ist. “Der Mond ist aufgegangen” ist das beste Beispiel dafür, es besteht lediglich aus Viertel- und Halben Noten bzw. punktierten Halben. Die Intervalle sind in Ihrer Größe überschaubar und die Melodie simpel aber dennoch Zeitlos schön.

Der Mond ist aufgegangen für Blockflöte in G-Dur

Für die Blockflöte eignet sich das Lied besonders in den ersten Anfängen des Lehrstadiums sowie auch später für die Ausarbeitung der Interpretation. Die Melodie lässt viel Spielraum für unterschiedliche Gestaltung der Phrasierung, Dynamik und Dramatik. Daher ist es sinnig dieses Volkslied öfter als Beispiel heranzuziehen. Der geringe Tonumfang macht es zudem einfach es in verschiedenen Tonarten zu spielen. Die für die Blockflöte am besten gelegene Tonart ist unserer Meinung nach C-Dur. Hier ist auch die intensive Nutzung des tiefen C’s von Vorteil um das Anblasen des tiefsten Blockflötentons zu üben und zu festigen.

Der Mond ist aufgegangen für Blockflöte in C-Dur

Der Mond ist aufgegangen (F-Dur)

Wer den Gabelgriff für das b” schon beherrscht wird auch die Variante in F-Dur mögen. Es ist auch die Version die gefühlt am häufigsten zur Singstimme passt. Diese Version eignet sich auch hervorragend für die Interpretation auf der Trompete.

Der Mond ist aufgegangen F-Dur

Der Mond ist aufgegangen (G-Dur)

Wer in etwas höherer Lage üben möchte kann dies mit der Transposition in G-Dur machen. Es ist auch sehr gut für den Einsatz mit der Singstimme geeignet und enthält den Wechsel vom e” zum d” den man eventuell als ungeübter Blockflötist üben sollte.

Der Mond ist aufgegangen G-Dur

Das Gedicht

Das Gedicht von Matthias Claudius umfasst 7 Strophen, gesungen werden aber meist nur die Strophen 1-3 und die letzte.

Der Mond ist aufgegangen Text

Der Mond ist aufgegangen
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar:
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder,
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste,
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, laß uns dein Heil schauen,
Auf nichts vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden,
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein!

Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod,
Und wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du lieber treuer frommer Gott!

So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder!
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon’ uns Gott mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen,
Und unsern kranken Nachbar auch!

Weitere Informationen zu Matthias Claudius

2021-05-26

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