Easy Going Blockflötenschule

Die Easy Going Blockflötenschule von Sieglinde Heilig setzt von Anfang an auf Klangfelder durch die Silben di, de und dü. Diese Laute dienen als eine Art Geheimsprache, die vorerst nur auf dem Blockflötenkopf gespielt wird. Das ganze liest sich Anfangs sehr verwirrend und ist auch nicht so leicht durchschaubar. Es macht aber durchaus Sinn den angehenden Blockflötenschülern die Bedeutung der Silben nahezulegen. Die Schule ist sehr logisch aufgebaut und wird immer wieder mit Rätseln, Spielen und lustigen Illustrationen von mit Knut und seinen Freunden aufgelockert.

Der erste Ton ist das h, und dazu ist auch ausreichend Notenmaterial vorhanden. Das ist sehr positiv denn meistens gehen die Schulen recht schnell zum nächsten Ton über. Bei der Easy Going Blockflötenschule kann man verschiedene Rhythmen schon am ersten Ton erarbeiten, und die Kinder können sich voll und ganz auf die Rhythmik und die Notenwerte konzentrieren.

An manchen Stellen stellt sich auch bei mir als Lehrer schon eine leichte Reizüberflutung ein. Viele blaue Kästchen die Zeigen was alles wichtig ist. Hier wäre etwas weniger, sicherlich mehr gewesen.

Die Blockflötenschule richtet sich offensichtlich an Kinder die mit der Blockflöte später auch anspruchsvoller zu Werke gehen wollen. Es werden viele musikalische Begriffe erklärt, teilweise mit historischen Hintergründen unterlegt. Artikulationen wie portato, non legato, staccato und legato werden erklärt. Wobei man dazu anmerken muss das die Erläuterung zu portato nicht korrekt ist. Dies trübt den Eindruck leider sehr, da die Schule sonst einen wirklich gut fundierten Gesamteindruck hinterlässt.

Ein sehr schönes Beispiel ist zum Beispiel das Lied „Geht der Mond auf seine Reise“. Die Kinder sollen beschreiben wie das Lied klingen soll und welche Artikulation und welches Tempo dazu passt. Mittels Ankreuzfeldern dürfen die Schüler das Lied genau unter die Lupe nehmen und beschäftigen sich so auch mit der Stilistik.

Inhalt der Easy Going Blockflötenschule

  • Der Spaß beginnt
  • Geheimsprache – Klangfelder
  • Die Notenschrift
  • Der erste Ton h
  • Der zweite Ton a
  • Der dritte Ton g
  • Der vierte Ton c
  • Der fünfte Ton d
  • Der sechste Ton d‘
  • Der siebte Ton e‘
  • Der achte Ton f‘
  • Der neunte Ton c‘
  • Nachwort
  • Knuts Briefreunde
  • CD-Einspielung
  • Grifftabelle

Außerdem ist noch eine etwas dickere Seite vorhanden, auf der sich zwei Griffkarten zum Ausschneiden befinden. Das ist sehr praktisch als Spicker für zwischendurch. Die Karte ist auch zweimal vorhanden, sehr schlau, falls mal eine verloren geht.

Fazit

Eine sehr schöne Schule die wirklich sehr in die Tiefe des Blockflötenspiels eintaucht. Es gibt viele Informationen zu entdecken. Aufgelockert mit Spielen und Rätseln wird der Unterricht sicher nicht langweilig. Aufgrund der, mit unseren theoretischen Verständnissen, abweichenden Erklärungen, würden wir diese Schule bei unseren Schülern aber nicht einsetzen. Lehrer und Musiker die in einem Portato eine breite ineinanderfließende Artikulation der Töne sehen, dürfen hier gerne zugreifen. Für Kurse die mit der Blockflöte lediglich eine Einführung in die Musik bieten wollen gibt es sicher geeignetere Blockflötenschulen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.