Unverständlicher Weise ist die BlockflötenBox Band 1 eine sehr erfolgreiche Blockflötenschule. Unverständlicherweise deshalb weil auf den ersten Blick fällt einem sofort die merkwürdige hässliche Ratte auf dem Cover auf. Diese sitzt auf der sogenannten Blockflötenbox und hat ein rotes Herz im Mund. Ich finde das sehr abschreckend, die Kinder finden die Ratte meist toll. Naja, wie dem auch sei. Die Blockflötenbox bietet ein schlüssiges Konzept das den Unterrichtsinhalt auf 4 Bereiche gliedert die parallel behandelt werden. Dadurch ergibt sich eine sehr abwechslungsreiche Lernweise die alte und bewährte Lernmethoden mit neuen und frischen Ideen ergänzt. Mittlerweile sind 4 Bände erschienen.

Aufbau der Schule Blockflötenbox Band 1

Die Inhalte der Blockflötenbox Band 1 sind, wie bereits erwähnt, auf 4 Bereiche verteilt die parallel erarbeitet werden.

  1. Spielstücke
  2. Technische Übungen
  3. Theorie und Notenkenntnisse
  4. Improvisation

Die Besonderheit der Blockflötenbox Band 1 liegt in der Improvisation nach akkordischen Mustern. Auf spielerische und kreative Art und Weise kann man mit den Improvisationen das Gelernte vertiefen und auch erweitern. Das Interesse der Schüler wird geweckt und sehr oft fangen die Schüler von allein an die Griffmöglichkeiten der Blockflöte zu erkunden und lernen dadurch viel schneller und intensiver.

Die Spielstücke beginnen mit einfachen Melodien mit 2 Tönen und werden allmählich immer schwerer und bauen sich nach und nach auf. Ca. 60 Spielstücke befinden sich in der Schule, dabei sind es zum einen Volkslieder aus den verschiedensten Ländern dieser Erde, Kompositionen vom Autoren Daniel Hellbach und auch Kompositionen anderer Komponisten wie z.B. die Tielmelodie aus dem Film Titanic. Die große Anzahl an Spielstücken macht diese Schule sehr interessant, ebenso die Tatsache das auch moderne Stücke eingebaut sind die man sonst in Blockflötenschulen nicht so oft findet.

In regelmäßigen Abständen sind immer mal wieder technische Übungen zu finden. Diese werden als „Training“ bezeichnet, das soll die Schüler auch nochmal darauf sensibilisieren das es mit Übung schneller voran geht. Dies geschieht anhand von Griffbildern, durch dieses neuartige Konzept können die Kinder auch Griffverbindungen üben, welche als Notentext noch gar nicht lesbar sind. Die Kinder üben quasi schon mal vorweg um dann im Fall der Fälle besser vorbereitet zu sein. Die Übungen sind meist sehr flexibel gestaltet so dass der Phantasie des Lehrers freier Lauf gelassen werden kann. Das macht die Blockflötenbox Band 1 zu einem flexiblen Unterrichtswerkzeug.

Theorie und Notenkenntnisse werden auch immer wieder abgefragt und in Form von einem Notenquiz vertieft. Diese Aufgaben sind meist schriftlich zu lösen, bei kleineren Kindern die noch nicht so bewandert im Lesen und Schreiben sind kann man diese Notenrätsel auch an der Tafel durchführen und für alle so eine Art Fragerunde veranstalten.

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Aufmachung und Layout

Bis auf die Anfangs schon beschriebene Ratte auf dem Cover, haben wir hier keine Kritikpunkte. Das Layout ist sehr übersichtlich und modern. Die Seiten sind nicht überladen und alles ist farbig gehalten. Die Schlagzahlen werden anhand von Herzen dargestellt. Die Griffbilder sind immer anhand einer richtig gut gezeichneten Blockflöte vorhanden wenn ein neuer Ton eingeführt wird oder die Trainingseinheit ansteht.

Beispielseiten

Fazit

Ein stimmiges Konzept und viele Spielstücke sind die großen Pluspunkte der Blockflötenbox Band 1. Der in der Neuauflage hinzugekommene Improvisationsteil erweitert die ohnehin schon gute Schule um eine wichtige Komponente, das Spiel ohne Noten. Die Kinder lernen frühzeitig sich auf Ihr Gehör zu konzentrieren und die Musik besser wahrzunehmen. Die geringe bis eigentlich gar nicht vorhandene Zahl an Zusatz- und Ergänzungsheften wie Spiel- und Liederbüchern kann man als einen Minuspunkt sehen, die große Anzahl an Spielstücke, die löblicherweise auch aus modernen Bereichen wie Film und Popmusik stammen, führt diesen Kritikpunkt aber ad absurdum. Ein Pluspunkt ist die flexible Handhabung der sogenannten „Trainingseinheiten“. Es werden Griffbilder dargestellt und aus diesen Griffbildern werden dann einzelne Übungen zusammengestellt. Das wiederum ist auch der größte Kritikpunkt, hier ist eine gewisse Vorbereitungszeit zwingend notwendig um entsprechende Übungen zusammenzustellen. Es wäre sinnvoller gewesen die Griffbilder so darzustellen das die Kinder einfach den Griffbildern direkt folgen können. So ist es einfach nur eine kleine Grifftabelle und meist findet diese dann keine Beachtung und wird vernachlässigt.

Im großen und ganzen ist diese Blockflötenschule eine sehr gute Alternative. Sie ist etwas systematischer und moderner als Spiel und Spaß mit der Blockflöte nicht so kindlich wie Voggy’s Blockflötenschule und bietet die Möglichkeit den Blockflötenunterricht auch einmal neu zu überdenken.

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